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Appenwinden

OriginalQuelltext

Appenwinden ist eine Wüstung in der Gemeinde Künzell im Landkreis Fulda.

Die Wüstung liegt auf einer Höhe von 399 m über NN in der Gemarkung Pilgerzell am Zusammenfluss zweier Quellarme des Grumbaches, ungefähr 500 Meter westlich des zu dem Ortsteils Dirlos zugehörigen Weilers Loheland.

Der Flurname Apewinde wird zur ungefähren Lokalisierung des Ortes herangezogen.

1384 war es zu demindest teilweise wüst, da in diesem Jahr vom Fuldaer Abt Friedrich I. von Romrod einem Hans von Rota als Unterpfand Rechte an den Wüstungen Ermbrechts und Appenwinden abgetreten wurden.

1469 war es völlig wüst, da in diesem Jahr das Kloster Neuenberg einen Fetzen Strauch und Gebüsch zu Appenwinden zur Rodung hergab.

Möglicherweise wurde es verlassen, weil ein Leben an der Straßenverbindung von Fulda nach Weyhers permanente Unsicherheit brachte.

Die Absiedlung fällt auch in eine allgemeine Wüstungsperiode.

Konrad Lübeck datiert die Gründung des Ortes ins ausgehende 7. Jahrhundert noch vor der Gründung von Fulda.

Moderne Siedlungsforschung scheint diese 1931 veröffentlichte Vermutung zu bestätigen.

Slawische Volksgruppen besiedelten demnach von Thüringen kommend den von den Merowingern nur schwach entwickelten ostfränkischen Raum.

RewriteUmgeschriebener Text

Ein Geisterdorf in der Kommune Künzell im Landkreis Fulda ist Appenwinden.

Etwa 500 Doppelmeter abendlich des zu dem Stadtteil Dirlos angeschlossenen Dorfs Loheland liegt das Geisterdorf auf einer Erhebung von 399 Metern über Normalnull in dem Gelände Pilgerzell am Mündung zweier Quellseitenarme des Grumbaches.

Zur ungefähren Ortsbestimmung der Gegend angeführt wird der Riedname Apewinde.

Da in diesem Jahr vom Fuldaer Abteilung Friedrich I. von Romrod einem Hans von Rota als Verpfändung Anrechte an den Geisterdörfern Ermbrechts und Appenwinden abgegeben wurden, war 1384 es zu demindest zum Teil öde.

Da in diesem Jahr das Kloster Neuenberg einen Schnipsel Strauchwerk und Gesträuch zu Appenwinden zur Einschlag hergab, war 1469 es vollkommen platt.

Weil eine Lebensweise an der Straßenverbindung von Fulda nach Weyhers dauerhaften Unsicherheitsfaktor brachte, wurde es vielleicht aufgelöst.

In eine generelle Wüstungsphase fällt die Abansiedlung ebenfalls.

Weiterhin vor der Bildung von Fulda datiert Konrad Lübeck die Bildung der Ortschaft ins ausgehende 7. Säkulum.

Diese 1931 veröffentlichte Annahme zu bekräftigen scheint moderne Siedlungswissenschaft.

Den Bereich, der von den Merowingern lediglich gering entwickelt ostfränkisch ist, besiedelten slawische Ethnien demnach von Thüringen folgend.