Großer und Kleiner Engel
Vor Baubeginn kam es allerdings noch zu einem Streit mit dem Besitzer des Nachbarhauses Haus Schieferstein, Christian Egenolff.
Von bester Erhaltung ist das zu dem Rapunzelgässchen gewandte Fenster des Kleinen Engels.
Im Mittelalter beinhalteten sie Gaden genannte, von den Zunftordnungen vorgeschriebene ausklappbare Verkaufsläden, durch die Handwerker ihre Erzeugnisse direkt aus der eigenen Werkstatt heraus verkaufen konnten.
Dem Blick an der zu dem Markt gewandten Giebelseite des Hauses in gerade Richtung zu dem Eckpfosten des Großen Engels folgend, erblickt man zwei weitere figürliche Knaggenschnitzereien.
Die linke Figur stellt einen Soldaten mit Säbel und Hakenbüchse dar, die rechte Figur eine bäuerliche, durch den zu großen Kopf lustig erscheinende Frau mit einem Huhn auf dem Kopf.
Beide sind in die Tracht der Zeit gekleidet.
Letzteres war durch Wegfall des Treppenhauses im Großen Engel entstanden, hatte man es doch bei der 1905 erfolgten Renovierung des Gebäudes im Zuge der Zusammenlegung der Gebäudeteile zugunsten des Treppenhauses im Kleinen Engel entfernt.
Bei genauerer Betrachtung sieht man, dass dem Holzschnitzer hier ein Fehler unterlief, als sich die genannte Passage in Psalm 128 und nicht in Psalm 122 findet.
stolze Augen, falsche Zunge, Hände, die unschuldiges Blut vergießen
Dazu kommt die vom Stil noch sehr der klassischen Volkskunst und damit auch dem Volksglauben der Zeit zuzurechnende Ausführung der Zierarbeiten.
Es kam vor Spatenstich dagegen zudem zu einem Konflikt mit dem Eigentümer des Nachbarhauses Haus Schieferstein, Christian Egenolff.
Die zu dem Rapunzelgässchen qualifizierte Fensterscheibe des Kleinen Engels ist von schönstem Erhalt.
Sie beinhalteten im Mittelalter Gaden genannte Verkaufsbuden, von den Zunftordnungen vorgeschriebene ausklappbare Umsatzläden, durch die Handwerksleute ihre Produkte gerade aus dem unabhängigen Betrieb hervor vermarkten konnten.
Man erblickt dem Rundblick an der zu dem Marktgebiet geschickten Giebelwand des Gebäudes in eben Fahrtrichtung zu dem Eckpfahl des Großen Engels kommend zwei zusätzliche bildhafte Knaggenschnitzereien.
Die angebrachte Gestalt eine ländliche Dame, durch den zu hohen Schädel witzig erscheinende Dame mit einem Haushuhn auf dem Haupt stellt die verkehrte Gestalt einen Kriegsknecht mit Arkebuse und Schwert dar.
In die Montur der Zeit eingekleidet sind beide.
Man hatte aber bei der 1905 erfolgten Erneuerung des Hauses im Durchzug der Vereinigung der Bauteile zugunsten des Stiegenhauses im Kleinen Engel abgezogen, durch Entfall des Stiegenhauses im Großen Engel gebildet war letzteres.
Bei eingehenderem Gedanken sieht man, dass dem Holzschnitzer diesbezüglich ein Irrtum unterlief, als sich der genannte Abschnitt in Psalm 128 und nicht in Psalm 122 findet.
stolze Gucker, verkehrte Spitze, Handspiele, die unschuldsvollen Schweiß vergießen
Die Gestaltung, die vom Machart weiterhin stark der ästhetischen Heimatkunst und damit ebenfalls dem Volksglauben der Zeit zuzurechnend ist, der Zierarbeiten kommt dazu.