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Adam Benedict Spitzner

OriginalQuelltext

Adam Benedict Spitzner war ein deutscher Hebraist und evangelisch-lutherischer Theologe.

Die Eltern von Adam Benedict Spitzner waren Magister Johann Christian Spitzner, seit 1712 evangelisch-lutherischer Pfarrer von Langenreinsdorf in der Ephorie Werdau, und seine Ehefrau Christine Elisabeth geb.

Die beiden älteren Töchter Dorothea Elisabeth und Johanne Christiane Spitzner waren bereits Anfang 1716 früh in Langenreinsdorf verstorben.

Adam Benedict, der aus der zweiten Ehe seines Vaters zehn jüngere Halbgeschwister, drei Halbbrüder und sieben Halbschwestern, hatte, die zwischen 1720 und 1736 in Langenreinsdorf geboren wurden, besuchte zunächst vom 20. Oktober 1729 bis zu dem Oktober 1735 die Fürstenschule St. Augustin in Grimma, wo Johann August von Ponickau zu seinen Mitschülern gehörte, und immatrikulierte sich am 29. Januar 1737 als Student der Theologie an der Universität Leipzig.

Nach Abschluss seiner akademischen Studien arbeitete Adam Benedict Spitzner zunächst einige Jahre als Hofmeister bei dem Geheimen Kammerrat von Poigk in Dresden.

Dort gehörte er dem von Valentin Ernst Löscher begründeten Consortium Theologicum Dresdense, einem von der lutherischen Spätorthodoxie geprägten Predigerseminar, sowie 1745 dem Collegium Woogianum an.

Am 3. Dezember 1747 jedoch ist Adam Benedict auf Grund einer Berufung durch das Oberkonsistorium wieder in Langenreinsdorf, denn der amtierende Pfarrer Johann Christian Titius war am 23. November verstorben.

In seiner Gemeinde genoss er schon bald dieselbe Beliebtheit wie sein Vater.

Als Mitglied des Consortium Theologicum Dresdense war Adam Benedict Spitzner Mitautor eines ab 1743 erschienenen, jedoch unvollendet gebliebenen Thesaurus bibliographicus ex Indicibus Librorum prohibitorum et expurgatorum Romanis, Hispanicis, Belgicis, Bohemicis etc. Zwischen 1769 und 1791 veröffentlichte er fünf wissenschaftliche Schriften insbesondere zu Fragen der hebräischen Grammatik, die teilweise sehr kritische Rezensionen erfuhren.

Seine 1791 erschienene Spätschrift Vindiciae originis et auctoritatis divinae punctoram vocalium et accentuum in libris sacris veteris Testamenti. ist in der zeitgenössischen Literatur als die letzte Ehrenrettung des hohen Alters unsrer hebräischen Vocalpuncte bezeichnet worden.

RewriteUmgeschriebener Text

Ein Hebraist, der deutsch ist, und evangelisch-lutherischer Religionswissenschaftler war Adam Benedict Spitzner.

Meister Johann Christian Spitzner, seit 1712 evangelisch-lutherischer Prediger von Langenreinsdorf in der Ephorie Werdau, und seine Gattin Christine Elisabeth geb. waren die Eltern von Adam Benedict Spitzner.

Schon Anfang 1716 rechtzeitig in Langenreinsdorf gestorben waren die beiden bekannteren Kinder Dorothea Elisabeth und Johanne Christiane Spitzner.

Adam Benedict, der aus der zwoten Heirat seines Vaters zehn kleinere Fasthalbgeschwister, drei Stiefbrüder und sieben Stiefschwestern, hatte, die zwischen 1720 und 1736 in Langenreinsdorf geboren wurden, besuchte zuerst vom 20. Oktober 1729 maximal bis zu dem Oktober 1735 die Fürstenschule St. Augustin in Grimma, wo Johann August von Ponickau zu seinen Klassenkameraden gehörte, und immatrikulierte sich am 29. Januar 1737 als Hochschüler der Religionswissenschaft an der Universität Leipzig.

Adam Benedict Spitzner arbeitete nach Ende seiner universitären Arbeiten zuerst einige Lebensjahre als Hofmeister bei dem Geheimen Kammerrat von Poigk in Dresden.

Er gehörte ebenda dem von Valentin Ernst Löscher gerechten Consortium Theologicum Dresdense, einem Seminar, das von der lutherischen Spätorthodoxie geprägt ist,, als auch 1745 dem Collegium Woogianum an.

Adam Benedict ist am 3. Dezember 1747 allerdings auf Grundlage einer Bestellung durch das Oberkonsistorium erneut in Langenreinsdorf, weil am 23. November gestorben war der derzeitige Pastor Johann Christian Titius.

Er genoss in seiner Gemeinde nur schnell dieselbe Popularität wie sein Papa.

Als Teilnehmer des Consortium Theologicum Dresdense war Adam Benedict Spitzner Koautor eines ab 1743 erschienenen, aber unvollkommen gebliebenen Thesaurus bibliographicus ex Indicibus Librorum prohibitorum et expurgatorum Romanis, Hispanicis, Belgicis, Bohemicis etc. Zwischen 1769 und 1791 veröffentlichte er fünf theoretische Texte besonders zu Themen der jüdischen Sprachlehre, die zum Teil stark zweifelnde Besprechungen erfuhren.

In der neuzeitlichen Fachliteratur als die letzte Rehabilitierung des großen Lebensalters unsrer hebräischen Vocalpuncte genannt worden ist seine 1791 erschienene Spätschrift Vindiciae originis et auctoritatis divinae punctoram vocalium et accentuum in libris sacris veteris Testamenti.