Heinrich Gross
In dieser Funktion traf er 1975 auf den Spiegelgrund-Überlebenden Friedrich Zawrel, der den Anstoß dazu gab, dass die Öffentlichkeit von Gross’ Vorleben erfuhr.
Im Jänner 1939 wurde er Obertruppführer.
Mit der Gründung der Säuglingsabteilung im April 1941, die intern als Reichsausschußabteilung bekannt und die zweite ihrer Art im Großdeutschen Reich war, übernahm er deren Leitung.
Im Wissen, dass er selbst ihr in vielen Fällen den Auftrag zur Tötung der Kinder gegeben hatte, tauchte er unter, konnte aber am 1. April 1948 in Köflach verhaftet werden.
Zehn Veröffentlichungen aus den Jahren 1956 bis 1978 bilden die zweite Gruppe, die sich mit unspezifischen morphologischen Auffälligkeiten oder mit bestimmten Krankheitsbildern auseinandersetzen.
Die dritte Gruppe besteht aus elf statistischen Untersuchungen, deren Grundlage jeweils eine große Zahl an Krankengeschichten und Gehirnpräparaten bildete.
Auch nachdem im März 1981 im Gross-Vogt-Prozess der Nachweis von Gross’ Mitverantwortung an den Euthanasiemorden erbracht wurde, hatte dies nur zur Folge, dass das LBI zur Erforschung der Mißbildungen des Nervensystems mit dem LBI für klinische Neurobiologie unter diesem Namen zusammengelegt wurde.
Auf die Frage, ob er schon einmal psychiatriert worden sei, antwortete Zawrel:
Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Kritische Medizin, unter ihnen Michael Hubenstorf und Werner Vogt, engagierten sich in der Sache.
Sie hörten nicht auf seinen Ratschlag und befanden ihn mit 30. August 1998 für einvernahmefähig.
In dieser Position traf er 1975 auf den Spiegelgrund-Überlebenden Friedrich Zawrel, der den Impuls dazu gab, dass die Allgemeinheit von Gross ’ Vorgeschichte erfuhr.
Er wurde im Januar 1939 Obertruppführer.
Mit der Errichtung der Säuglingsabteilung im April 1941, die vertraulich als Reichsausschußstelle angesehen und die zweite ihrer Gattung im Großdeutschen Reich war, übernahm er deren Führung.
Im Kenntnis, dass er persönlich ihr in vielen Lagen die Bestellung zur Totschlag der Sprösslinge erteilt hatte, tauchte er unter, konnte aber am 1. April 1948 in Köflach festgenommen werden.
Die zweite Elementgruppe bilden zehn Publikationen aus den Altersjahren 1956 bis 1978. Die Elementgruppen setzen sich mit unspezifischen morphematischen Deutlichkeiten oder mit feststehenden Syndromen auseinander.
Aus elf statistischen Studien besteht die dritte Reihe. deren Basis bildete immer eine umfassende Anzahl an Hirnpräparaten und Anamnesen.
Selbst nachdem im März 1981 im Gross-Vogt-Prozess der Beleg von Gross ’ Mitschuld an den Euthanasiemorden erzielt wurde, hatte dies lediglich zur Konsequenz, dass das LBI zur Untersuchung der Mißherausbildungen des Nervensystems mit dem LBI für sächliche Neurowissenschaft unter jener Bezeichnung zusammengefaltet wurde.
Auf die Nachfrage, ob er allerdings irgendwann psychiatriert worden sei, antwortete Zawrel :
In der Angelegenheit engagierten die Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft Kritische Medizin, unter ihnen sich Michael Hubenstorf und Werner Vogt.
Auf seine Empfehlung hörten sie nicht und sie befanden ihn mit 30. August 1998 für einvernahmefähig.