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Authentic German text — Geeignet für Inspiration, Detektion und Horizonterweiterung

Jürgen Köhler (Zeichner)

OriginalQuelltext

Nach Abschluss eines Bauingenieurstudiums in Dresden 1976 arbeitete Jürgen Köhler zunächst als Ingenieur.

Von 1979 bis 1984 studierte er an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

Von 1986 bis 1989 war er Meisterschüler bei Karl-Erich Müller an der Akademie der Künste der DDR in Berlin.

Köhlers Arbeiten stehen in der Tradition einer europäischen Zeichenkunst wie sie beispielsweise von Dürer, Grünewald, Schongauer aber auch von Künstlern der italienischen Renaissance hervorgebracht wurde.

Ebenso üben die japanischen Holzschneider des Ukiyo-e einen besonderen Einfluss auf seine Arbeit aus.

Köhlers Erfindungen sind durch und durch hybrid.

Sie entstammen einer Phantasie, durch die alle die fremdartigen Bilder hindurchgegangen sind, die gerade nicht aus den Medien auf uns einschreien und die verborgen bleiben, wenn wir sie nicht an den Rändern, gleichsam unterhalb der Wahrnehmungschwellen des Alltags suchen wollen. Aber eigentlich zählen Köhlers Blätter zur ars oblivionis.

Sie handeln vom Vergessen, von einem labilen Bewusstseinszustand, in dem wir das Sehen als flüchtigen Widerschein von schon längst Gekanntem verstehen, als déjà-vu, das im Sehen selbst entgleitet, ehe es als solches erfasst werden kann.

Hamburg, Kunsthaus, Kunst ist Kommentar

Berlin, Galerie Parterre, Und was heißt schon New York, eine Ausstellung um Arno Schmidt

RewriteUmgeschriebener Text

Jürgen Köhler arbeitete nach Ende einer Bauingenieurausbildung in Dresden 1976 zuerst als Konstrukteur.

Er studierte von 1979 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

Er war von 1986 bis 1989 Fachkraftschüler bei Karl-Erich Müller an der Akademie der Künste der DDR in Berlin.

Wie sie zum Beispiel von Dürer, Grünewald, Schongauer aber sogar von Meistern der Wiedergeburt, die italienisch ist, gemacht wurde, stehen Köhlers Werke in der Sitte einer Zeichenkunst, die europäisch ist.

Die Holzschneider, die japanisch sind, des Ukiyo-e üben ebenfalls eine herausragende Auswirkung auf sein Werk aus.

Durch und durch sind Köhlers Innovationen zwitterhaft.

Sie entstammen einer Fantasie, durch die alle die seltsamen Bildnisse durchgegangen sind, die eben nicht aus den Medien auf uns einschreien und die versteckt bleiben, wenn wir sie nicht an den Flanken, gleichsam unterhalb der Eindruckschwellen der Routine absuchen wollen. Aber tatsächlich zählen Köhlers Seiten zur ars oblivionis.

Sie handeln vom Verlernen, von einem prekären Bewusstseinsstatus, in dem wir das Sehen als verschwundenen Widerstrahl von allerdings schon Gekanntem verstehen, als déjà-vu, das im Sehen allein entgleitet, ehe es als solches aufgenommen werden kann.

Erklärung ist Kunstwerk.

Nur New York, eine Schau um Arno Schmidt heißt Und was.