Mercurius Hranno
In Hemmerich wurde in der ersten Hälfte der 1980er Jahre bei Ackerarbeiten eine stark beschädigte Mercurius-Statuette ausgepflügt und zunächst unbeachtet am Feldrand abgelegt.
Im Jahr 1984 erkannte man den epigraphischen und archäologischen Wert des Stückes und übergab es aus Privatbesitz über die Stadtverwaltung Bornheim dem Rheinischen Landesmuseum in Bonn zur wissenschaftlichen Untersuchung.
Von der fragmentarisch erhaltenen Mercurius-Statuette nach Art einer Aedicula sind die Unterschenkel stark beschädigt erhalten, besonders das linke Unterbein beziehungsweise der Fuß –, wobei das rechte Bein als Standbein dargestellt ist.
Der Beiname wäre der Inschrift nach lediglich um ein i, das in der zweiten Zeile rechts abgebrochen ist, erweiternd zu konjizieren.
Der Name der Stifterin Nigrinia als Ableitung des Gentilnamens Nigrinius hat die Besonderheit, dass dieser nur in der Gallia Belgica und der Germania belegt ist.
Als ungewöhnlich wird die Formel ex visu monita, zu deutsch nach Beachtung der Warnung, bewertet, da sie für die niedergermanische Provinz der erste Beleg ist und sie allgemein mit drei Belegen im Nordwesten selten ist.
Die Graphie germanisch hr- führt lautgesetzlich indogermanisch kr- fort. dadurch stellt sich der Name unzweifelhaft als germanisch dar.
Wagner sieht somit die Bedeutung der inschriftlichen Form auf Ebene des Sprachlichen geklärt.
Norbert Wagner und Günter Neumann heben die Bedeutung dieses das Wesen oder einen Aspekt des Wodan/Odin betonenden Beinamens hervor, der durch den Inschriftenbeleg eine frühe Stützung aus der westlichen kontinentalen Germania für die viel später überlieferte Form aus der Sagaliteratur erhält.
Die Frage, warum gerade eine Frau dieser explizit maskulinen Gottheit Verehrung dargebracht hat, bleibt fundabhängig vermutlich weiterhin ungeklärt.
Eine schwer kaputte Mercurius-Statuette wurde in Hemmerich in der allerersten Hälfte der Altersjahre, die 1980 sind, bei Ackerarbeiten ausgepflügt und zuerst unbemerkt am Feldrain abgesetzt.
Man erkannte im Jahr 1984 den Nutzen, der epigraphisch und archäologisch ist, des Bestandteils und man übergab aus Privateigentum über die Stadt Bornheim dem Rheinischen Landesmuseum in Bonn zur methodischer Auswertung.
Wobei das ausreichende Gebein als Zweigstelle abgebildet ist, sind von der Mercurius-Statuette, die fragmentär erhalten ist, nach Stil einer Aedicula die Unterschenkel insbesondere das falsche Unterbein beziehungsweise das Postament schwer geschädigt behalten –.
Der Aufschrift nach nur um ein i erweiternd zu vermuten wäre der Übername. Das I ist in der zwoten Linie konservativ abgerissen.
Dass dieser lediglich in der Gallia Belgica und der Germania nachgewiesen ist, hat der Personenname der Urheberin Nigrinia als Herleitung des Gentilnamens Nigrinius die Eigenart.
Als ungewohnt wird die Redewendung ex visu monita, zu germanisch nach Rücksicht der Vorwarnung, beurteilt, da sie für das niedergermanische Territorium der erste Nachweis ist und sie generell mit drei Belegstellen im Nordwestteil rar ist.
Lautgesetzlich indogermanisch führt die Graphie germanisch hr- kr- fort. Die Bezeichnung stellt sich dadurch unleugbar als germanisch dar.
Die Aussage der Variante, die inschriftlich ist, sieht Wagner damit auf Niveau des Sprachlichen aufgeklärt.
Die Aussage dieses die Wesenheit oder einen Faktor des Wodan / Odin betonenden Übernamens heben Norbert Wagner und Günter Neumann hervor. Der Übernamen erhält durch den Inschriftenbeleg eine frühzeitige Untermauerung aus der europäischen kontinentalen Germania für die reichlich später etablierte Variante aus der Sagadichtung.
Warum eben ein Weib dieser ausdrücklich männlichen Göttin Reverenz entgegengebracht hat, bleibt die Fragestellung fundabhängig wahrscheinlich noch unklar.