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Karl Krüger (Pfarrer)

OriginalQuelltext

Karl Krüger, Sohn des Lehrers Karl Wilhelm Eduard Krüger und dessen Frau Julie Charlotte, geborene Zänkert, wirkte nach dem Studium der Theologie und der Ordination als Pastor zunächst in Bernsee im Kreis Arnswalde und später in Friedersdorf bei Dobrilugk.

Von 1878 bis 1911 war er Oberpfarrer der 1. Pfarrstelle an der Evangelischen Stadtkirche zu Lieberose.

Bis 1909 fungierte er zugleich als Lieberoser Lokal-Schulinspektor.

Er war mit Helene Elisabeth Krüger geborene Berg verheiratet.

Karl Krüger betätigte sich intensiv als Heimatforscher und wurde mit seinem Buch Alt-Lieberose, das er im Selbstverlag herausgab, zu dem Nestor der Lieberoser Stadtgeschichtsschreibung.

Möglicherweise griff er dabei auch auf die historischen Studien des Lieberoser Diakonus von 1819 bis 1855, Karl Heinrich Busch, zurück.

An seinem Buch Alt-Lieberose geben aus heutiger Sicht neben einer ganzen Reihe von Spekulationen ohne gesicherte Quellenlage vor allem der scharfe antikatholische Stil und die deutlich deutschnationalen Züge Anlass zu Kritik.

So suchte Krüger etwa anhand der Zahl der Familiennamen nachzuweisen, dass Lieberose auch in früheren Zeiten schon deutlich stärker von Deutschen als von Wenden bevölkert und geprägt gewesen war.

Pfarrer Karl Krüger starb am 10. Mai 1923.

Für seine heimatkundlichen Verdienste verlieh ihm die Stadt Lieberose im Jahr 1903 das Ehrenbürgerrecht.

RewriteUmgeschriebener Text

In Bernsee im Kreis Arnswalde und später in Friedersdorf bei Dobrilugk wirkte Karl Krüger, Sohn des Schulmeisters Karl Wilhelm Eduard Krüger und dessen Ehefrau Julie Charlotte, gebürtige Zänkert nach der Ausbildung der Religionswissenschaft und der Weihe als Pfarrer zuerst.

Er war von 1878 bis 1911 Oberpfarrer der Pfarrstelle, die 1. ist, an der Evangelischen Stadtkirche zu Lieberose.

Er fungierte bis 1909 gleichzeitig als Lieberoser Lokal-Schulinspektor.

Mit Helene Elisabeth Krüger gebürtige Berg geheiratet war er.

Karl Krüger betätigte sich stark als Heimatforscher und wurde mit seinem Werk Alt-Lieberose, das er im Eigenverlag herausgab, zu dem Nestor der Lieberoser Stadtgeschichtsschreibung.

Er griff womöglich dabei zudem auf die alten Arbeiten des Lieberoser Diakonus von 1819 bis 1855, Karl Heinrich Busch, zurück.

Vor allem der heftige antikatholische Schreibstil und die erheblich rechtsradikalen Eigenschaften geben an seinem Band Alt-Lieberose aus aktueller Perspektive neben einer gesamten Vielzahl von Vermutungen ohne belegte Quellenlage Grund zu Tadel.

Dass Lieberose selbst in zeitligeren Zeiträumen nur erheblich intensiver von Deutschen als von Wenden belebt und bestimmt gewesen war, suchte so Krüger beispielsweise anhand der Anzahl der Nachnamen nachzuweisen.

Am 10. Mai 1923. starb Pastor Karl Krüger.

Die Kreisstadt Lieberose verlieh für seine Leistungen, die heimatkundlich sind, ihm im Jahr 1903 das Ehrungsbürgerrecht.